So arbeitet die Jury hinter den Kulissen

NRZ„In diesen Zeiten kommen bei vielen Familien wieder mehr Brettspiele auf den Tisch“, habe ich im Interview mit der in Essen erscheinenden Neuen Ruhr Zeitung (NRZ) gesagt. „Menschen möchten gemeinsam etwas erleben, gerade jetzt, wo wir viel zuhause sind. Und irgendwann ist Netflix auch mal leer geguckt.“ Mehr als 300 neue deutschsprachige Veröffentlichungen habe es im vergangenen Jahrgegeben. „Die Kurve geht aufwärts, der Markt boomt regelrecht, und es kommen immer mehr Spiele raus.“

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Rund 200 Neuveröffentlichungen habe Schrapers seit dem vergangenen Sommer zusammen mit Familie, Freunden und Bekannten gespielt und unter die Lupe genommen – Recherche für das Spiel des Jahres 2020, ist in der NRZ zu lesen. Gemeinsam mit den neun anderen Jurymitgliedern seien so 330 neue Spiele getestet und bewertet worden. „Jury-intern spielen wir aber kaum zusammen.“ Stattdessen tauschen sich die Juroren in einem Online-Forum aus. Nur an einem Winterwochenende kommt die Jury zusammen und spielt gemeinsam.

Die Bewertung der Spiele sei kompliziert. „Es gibt eindeutige Kriterien wie etwa Spieldauer oder ob in der Regelbeschreibung Fehler gemacht wurden. Das wichtigste Kriterium ist aber der Spielspaß und der ist immer subjektiv. Es gibt kaum eine Sache, die einstimmig entschieden wird“, werde ich in der Zeitung zitiert.

Bei aller Freude über das wachsende Interesse an Gesellschaftsspielen trübt die Corona-Pandemie aber auch die Spielebranche. Die Essener Spielemesse, die für Oktober geplant war, ist abgesagt.

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