Kategorie: brettSPIEL · blog.gamesweplay.de

Live aus Chemnitz: die Bestenlisten 2019

Bestenlisten 2019

Vor 40 Jahren wurde mit Hase und Igel das erste Mal ein Spiel des Jahres gekürt. Aus diesem Anlass hat das Deutsche Spielemuseum in Chemnitz eine Sonderausstellung eröffnet. Im Rahmen dieser Veranstaltung habe ich bekanntgegeben, welche Spiele auf den diesjährigen Nominierungs- und Empfehlungslisten des Spiel des Jahres e.V. stehen. mehr »

Zweite Auflage jetzt rund: Carpe Diem

Carpe Diem

Auch wenn – oder gerade weil – man es dem unscheinbar gestalteten Spiel nicht ansieht: Carpe Diem ist eine Empfehlung wert, insbesondere nach der überarbeiteten zweiten Auflage. Jetzt gibt es keine überflüssigen Verbindungslinien auf dem Spielbrett, sondern wir bewegen uns schlicht im Kreis. Taktisch-strategischer Tiefgang, ein wenig Glück, schöne interaktive Momente zeichnen Carpe Diem aus. Dass unser Tableau Rom darstellen sollen, dabei aber gar nicht an eine Metropole erinnert, sondern eher an ein provinzielles Carcassonne, ist für den Spielspaß unerheblich. mehr »

„Spielend für Toleranz“ im Duisburger Süden

Brettspiel-Nachmittag

Am Sonntag, 7. April 2019, um 15 Uhr wird im ev. Gemeindehaus Duisburg Großenbaum, Lauenburger Allee 21, gespielt. Der Eintritt ist frei, und es gibt Waffeln und Getränke. 15 aktuelle Brett- und Kartenspiele hat der Spiel des Jahres e.V. für die Initiative „Spielend für Toleranz“ ausgesucht, und als Paket an mittlerweile mehr als 50 Veranstaltungen verschickt. Im Anschluss an den Spielenachmittag werden die Brett-, Karten- und Aktionsspiele dauerhaft für die Jugendarbeit der Gemeinde zur Verfügung stehen.

» WAZ: Spielend gegen Rassismus protestieren

Täglich geöffnet: Board Game Cafés in England

London: Draughts

Board Game Cafés, die täglich geöffnet sind, in denen es viele hundert Spiele gibt und man für die Zeit bezahlt, in der man spielt? In England ist das in einer Reihe von Großstädten möglich. Im Londoner Stadtteil Waterloo hat im letzten Sommer das Board Game Café Draughts neu eröffnet. Es ist die Filiale eines bereits 2016 als Kickstarter-Projekt eröffneten Cafés in Hackney. mehr »

„Spielend für Toleranz“ im Duisburger Univiertel

Zehn Tische waren in der Duisburger Studentenkneipe Finkenkrug durchgängig belegt, als es „Spielend für Toleranz“ hieß und es 20 aktuelle Brett- und Kartenspiele zu entdecken gab. Am meisten nachgefragt war Azul, das Spiel des Jahres 2018. Heike Schmitz-Fehlberg und Verena Weishaupt hatten alle Hände voll zu tun, beim Erklären der Spiele mithelfen. mehr »

Düsterwald-Duell: Götterdämmerung vs. Werwörter

Götterdämmerung und Werwörter

Die Werwölfe von Düsterwald – diese Großgruppenspiel schafft tolle Erlebnisse. Viele Leute haben großartige Erinnerungen an besonders emotionale Partien. Allerdings hat das Spiel einen Nachteil. Man kann früh ausscheiden, sogar sehr früh, und muss als stumm staunender Betrachter der Szenerie beiwohnen. Das kann unterhaltsam sein. Aber wirklich mitspielen ist besser. Die aktuellen Werwolf-Nachfolger Götterdämmerung und Werwörter garantieren das. Aber machen sie es wirklich besser? mehr »

Uno-Derivate im Duell: Frantic vs. Heul doch! Mau Mau

Frantic und Heul doch!

Uno und Mau Mau stehen für ein Kartenspielprinzip, das immer wieder neu auftaucht. Farbe auf Farbe, Zahl auf Zahl – eines von beiden muss passen. Mein bisheriger Favorit bei den Mau-Mau-Artigen ist das 2017 erschienene Misch Masch, bei dem seltsame Tierkombinationen wie Krofant und Leofin für ein dynamisches Kartenablegen sorgen. Können die beiden Neuheiten Frantic und Heul doch! Mau Mau da mithalten? mehr »

Kein Rückblick: Denn das Jahr hat gerade erst begonnen

Spiel ‘18 in der Messe Essen

Silvester – Zeit für einen spielerisches Jahresrückblick? Nein. Das Brettspieljahr ist noch gar nicht zu Ende. Ganz im Gegenteil: Es befindet sich auf dem Höhepunkt. Denn der Spielejahrgang 2019 hat längst begonnen und hat auf den Internationalen Spieltagen in der Messe Essen (siehe Foto) seine glanzvolle Premiere gefeiert.

Ungezählte Herbstneuheiten, zumeist Ende Oktober erschienen, müssen erst einmal sorgfältig gespielt werden, bevor sie Eingang in einen halbwegs seriösen Rückblick finden können. Und so weit bin ich noch lange nicht. Zumal jetzt schon die ersten Frühjahrsneuheiten erscheinen, die mich in Januar, Februar und insbesondere März noch zusätzlich auf Trab halten werden. Anschließend schwillt die Neuheitenwelle für einige Monate spürbar ab.

Zeit für eine Jahresbilanz nehme ich mir erst im Mai. Dann stellt die Jury Spiel des Jahres ihre Empfehlungs- und Nominierungslisten zusammen. Wir dürfen gespannt sein, was der Jahrgang bietet.

Reef: Klebrige Haptik und das Korallensterben

Reef-Spielsteine

Haptik war das in Zusammenhang mit Azul, dem Spiel des Jahres 2018, oft verwendete Wort. Mir ging das schnell auf die Nerven. Jeder, der mit seinem Fremdwortwissen glänzen wollte, gebrauchte den aus dem Altgriechischen entlehnten Begriff. Ja, die Azul-Steine waren schön anzufassen. Das ist aber nachrangig. Ich wollte viel lieber die Frage ergründen, worin der unbestreitbare spielerische Reiz dieses Spiels besteht.

Inzwischen bin ich aber davon überzeugt, dass Haptik doch nicht so egal ist. Das Spiel Reef, das wie Azul bei Next Move erschienen ist, hat mich bekehrt. Und zwar deshalb, weil auch hier viele Kunststoffteile in der Schachtel zu finden sind. Sie fühlen sich aber ganz anders an: nämlich beinahe klebrig. Man hat das Gefühl, dass sich die Ausdünstungen irgendeines Weichmachers sofort an den Fingern anhaften. Mit diesem Plastikkram sollen wir ein Korallenriff bauen? mehr »