Kategorie: brettSPIEL · blog.gamesweplay.de

Täglich geöffnet: Board Game Cafés in England

London: Draughts

Board Game Cafés, die täglich geöffnet sind, in denen es viele hundert Spiele gibt und man für die Zeit bezahlt, in der man spielt? In England ist das in einer Reihe von Großstädten möglich. Im Londoner Stadtteil Waterloo hat im letzten Sommer das Board Game Café Draughts neu eröffnet. Es ist die Filiale eines bereits 2016 als Kickstarter-Projekt eröffneten Cafés in Hackney. mehr »

„Spielend für Toleranz“ im Duisburger Univiertel

Zehn Tische waren in der Duisburger Studentenkneipe Finkenkrug durchgängig belegt, als es „Spielend für Toleranz“ hieß und es 20 aktuelle Brett- und Kartenspiele zu entdecken gab. Am meisten nachgefragt war Azul, das Spiel des Jahres 2018. Heike Schmitz-Fehlberg und Verena Weishaupt hatten alle Hände voll zu tun, beim Erklären der Spiele mithelfen. mehr »

Düsterwald-Duell: Götterdämmerung vs. Werwörter

Götterdämmerung und Werwörter

Die Werwölfe von Düsterwald – diese Großgruppenspiel schafft tolle Erlebnisse. Viele Leute haben großartige Erinnerungen an besonders emotionale Partien. Allerdings hat das Spiel einen Nachteil. Man kann früh ausscheiden, sogar sehr früh, und muss als stumm staunender Betrachter der Szenerie beiwohnen. Das kann unterhaltsam sein. Aber wirklich mitspielen ist besser. Die aktuellen Werwolf-Nachfolger Götterdämmerung und Werwörter garantieren das. Aber machen sie es wirklich besser? mehr »

Uno-Derivate im Duell: Frantic vs. Heul doch! Mau Mau

Frantic und Heul doch!

Uno und Mau Mau stehen für ein Kartenspielprinzip, das immer wieder neu auftaucht. Farbe auf Farbe, Zahl auf Zahl – eines von beiden muss passen. Mein bisheriger Favorit bei den Mau-Mau-Artigen ist das 2017 erschienene Misch Masch, bei dem seltsame Tierkombinationen wie Krofant und Leofin für ein dynamisches Kartenablegen sorgen. Können die beiden Neuheiten Frantic und Heul doch! Mau Mau da mithalten? mehr »

Kein Rückblick: Denn das Jahr hat gerade erst begonnen

Spiel ‘18 in der Messe Essen

Silvester – Zeit für einen spielerisches Jahresrückblick? Nein. Das Brettspieljahr ist noch gar nicht zu Ende. Ganz im Gegenteil: Es befindet sich auf dem Höhepunkt. Denn der Spielejahrgang 2019 hat längst begonnen und hat auf den Internationalen Spieltagen in der Messe Essen (siehe Foto) seine glanzvolle Premiere gefeiert.

Ungezählte Herbstneuheiten, zumeist Ende Oktober erschienen, müssen erst einmal sorgfältig gespielt werden, bevor sie Eingang in einen halbwegs seriösen Rückblick finden können. Und so weit bin ich noch lange nicht. Zumal jetzt schon die ersten Frühjahrsneuheiten erscheinen, die mich in Januar, Februar und insbesondere März noch zusätzlich auf Trab halten werden. Anschließend schwillt die Neuheitenwelle für einige Monate spürbar ab.

Zeit für eine Jahresbilanz nehme ich mir erst im Mai. Dann stellt die Jury Spiel des Jahres ihre Empfehlungs- und Nominierungslisten zusammen. Wir dürfen gespannt sein, was der Jahrgang bietet.

Reef: Klebrige Haptik und das Korallensterben

Reef-Spielsteine

Haptik war das in Zusammenhang mit Azul, dem Spiel des Jahres 2018, oft verwendete Wort. Mir ging das schnell auf die Nerven. Jeder, der mit seinem Fremdwortwissen glänzen wollte, gebrauchte den aus dem Altgriechischen entlehnten Begriff. Ja, die Azul-Steine waren schön anzufassen. Das ist aber nachrangig. Ich wollte viel lieber die Frage ergründen, worin der unbestreitbare spielerische Reiz dieses Spiels besteht.

Inzwischen bin ich aber davon überzeugt, dass Haptik doch nicht so egal ist. Das Spiel Reef, das wie Azul bei Next Move erschienen ist, hat mich bekehrt. Und zwar deshalb, weil auch hier viele Kunststoffteile in der Schachtel zu finden sind. Sie fühlen sich aber ganz anders an: nämlich beinahe klebrig. Man hat das Gefühl, dass sich die Ausdünstungen irgendeines Weichmachers sofort an den Fingern anhaften. Mit diesem Plastikkram sollen wir ein Korallenriff bauen? mehr »

Azul: Preisschwankungen wie an der Tankstelle

Bei Azul sind Preisschwankungen zu beobachten, die das Auf und Ab bei den Benzinpreisen übertreffen. Am 23. Juli, dem Tag der Verleihung des Spiels des Jahres, kostete das Michael-Kiesling-Spiel beim preisgünstigsten Versender 29,99 Euro. Das ist dem Preisbarometer von idealo.de zu entnehmen. Anschließend schnellte der Preis nach oben, stabilisierte sich Ende September bei 28,42 Euro, um anschließend wild auszuschlagen. Eine Woche vor Weihnachten nähert er sich wieder der 30-Euro-Linie. Allein bei Amazon war zu beobachten, dass der Preis innerhalb von 24 Stunden zwischen 22,38 und 33,99 Euro schwankte.

Wohlbemerkt: Es handelt sich dabei nicht um Durchschnittspreise, sondern um den jeweils niedrigsten Preis, der im Onlinehandel im Laufe eines Tages angeboten wurde. Auch im stationären Einzelhandel gibt es deutliche Preisunterschiede. Während der Drogeriemarkt Müller mit Sonderangebotspreisen und 15-Prozent-Rabattcoupons ins Geschäft lockt (hoffend, dass auch etwas anderes gekauft wird), setzt der örtliche Fachhändler auf Beratung – bei gleichzeitigem Verzicht auf das tägliche Tankstellengebaren.

Analog vs. Digital: eklatante Unterschiede

Sagenhafte 50 Millionen Euro bekommen die Computerspielentwickler aus dem Ende November beschlossenen Bundeshaushalt für das Jahr 2019. Und das ist noch nicht alles, was an öffentlichen Geldern in die digitalen Games fließt. Und wieviel erhält das Brettspiel? Keinen Cent. Der Unterschied der gesellschaftlichen und politischen Anerkennung ist eklatant. Trotzdem plädiere ich in dem Editorial, das ich für die kommende Ausgabe der spielbox geschrieben habe, für ein unverkrampftes Verhältnis zwischen dem analogen und dem digitalen Spiel. » spielbox

25 Jahre · Sticheln

Spielkarten: Sticheln

Vermutlich ist es gar nicht möglich, Spielmaterial noch nüchterner zu gestalten, als dies bei Sticheln geschehen war. Gestört hat mich das nie. Hauptsache es funktioniert. Auch nach 25 Jahren ist das von Klaus Palesch erdachte und bei Amigo erschienene Sticheln immer noch ein Kartenspiel, das mit der heutigen Stichspielkonkurrenz mühelos mithalten kann. mehr »

Strand- und hüttentauglich: Ganz schön clever

Ganz schön clever am Strand

Was ist der meistgespielte Titel des jetzt endgültig zu Ende gegangenen Spielejahrgangs? Ganz schön clever! Dieses Spiel lässt sich so wunderbar einfach transportieren. Die Würfel und die kompakten Filzstifte eingesteckt, ein paar Seiten vom Block abgerissen – das ist alles. Im Urlaub hat man bekanntlich besonders viel Zeit, zu spielen. Da ist es gut, ein Spiel dabei zu haben, das man mehrmals hintereinander spielen kann, ohne dass irgendjemand Ermüdungserscheinungen bekommt. mehr »