Schlagwort: Messe

Eine Premiere: Dialog zwischen Spiel und Politik


Auf den Internationalen Spieltagen in der Messe Essen fand erstmals ein Dialog zwischen dem Brettspiel und der Politik statt, den die Spiele-Autoren-Zunft (SAZ) jetzt in einem Video zusammengefasst hat. Eingeladen zu der von mir moderierten Debatte waren die Kulturpolitiker Bernd Petelkau (CDU-MdL), Helge Lindh (SPD-MdB) und Erhard Grundl (Grüne-MdB). Im Gespräch mit dem Kunstwissenschaftler Steffen Bogen (Autor von Camel up), Christian Höppner (Präsident des Deutschen Kulturrats), Susanne Keuchel (Akademie Remscheid für kulturelle Bildung) sowie Heiko Windfelder (Kosmos Verlag) wurde nach Möglichkeiten gesucht, das Spiel verstärkt gesellschaftlich zu verankern. mehr »

Spiel ’18: Zeichen für wachsendes Selbstbewusstsein

Spiel ’18

Die Entwicklung der Essener Spieltage fasziniert weiterhin. Begonnen hatte es als spielbox-Lesertreff in der VHS Essen – heute strömen weit mehr als 100.000 Menschen in die noch mal erweiterten Messehallen. Die Spiel ist die bedeutendste Brettspielveranstaltung der Welt und blickt auf eine Internationalisierung zurück, deren Ausmaße man sich vor einigen Jahren nicht hätte vorstellen können. Die Internationalisierung schreitet immer noch voran – und das passte zu dem Motto, das die deutschsprachige Spieleszene in diesen Messetagen beherrscht hat: „Spielend für Toleranz“. Diese Initiative gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit war auf T-Shirts, Bannern, Buttons und Plakaten zu sehen. Nicht nur die übergroße Mehrheit der Spieleberichterstatterinnen und -berichterstatter hat sich ihr angeschlossen, sondern auch die in der Spiele-Autoren-Zunft (SAZ) zusammengeschlossenen Autorinnen und Autoren sowie ein paar Verlage. „Das Spiel ist das Medium der Empathie“, stellte Synes Ernst, ehemaliger Vorsitzender des Spiel des Jahres e.V. fest. Und Martin Klein, stellvertretender Vereinsvorsitzender, erklärte auf einem Empfang am Rande der Spieltage, dass sich der Verein Spiel des Jahres für ein „offenes, faires, gleichberechtigtes und respektvolles Miteinander und gegen jede Form von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“ ausspricht. mehr »

Azul: erster Doppelsieg seit 2009

Kiesling

Michael Kiesling hat nach dem Spiel des Jahres nun auch den Deutschen Spiele Preis gewonnen. „Für mich ist das die Krönung“, sagte er auf der Verleihungsgala am Vorabend der Essener Spieltage. Er habe gezweifelt, ob er noch jemals solch eine Auszeichnung gewinnen werde, so Kiesling, „schon gar nicht den Deutschen Spiele Preis“. Erstmals seit Dominion 2009 hat mit Azul ein Spiel beide Preise gewonnen. mehr »

Essener Spieltage 2018: Knotenpunkt Altenessen Bahnhof

Messe Essen

Während der Internationalen Spieltage Spiel ’18 ist der Essener Hauptbahnhof komplett vom ICE- und IC-Fernverkehr abgeschnitten. Grund ist die bereits im Januar bekannt gewordene Vollsperrung der Bahnstrecke zwischen Duisburg und Essen während der NRW-Oster- und Herbstferien. Brückenbauarbeiten in Mülheim sowie die Erneuerung von Signalen, Oberleitungen und Gleisen sind die Ursache. mehr »

Spiel doch! in Duisburg: Trends bei Brettspielen

„Wie spielt man heute und morgen? Trends und Entwicklungen bei Brettspielen“ lautet das Thema einer von mir moderierten Diskussion, die am Freitag, 23. März, um 11 Uhr im Landschaftspark Duisburg-Nord stattfindet. Die Fragestellung ist spannend, denn nicht-elektronische Spiele kennen keine Entwicklungssprünge, sie entwickeln sich weitestgehend unabhängig von technischen Innovationen. Kann die Kreativität derer, die neue Spiele erfinden, und die weltweit zunehmende Nachfrage nach dem Gemeinschaftserlebnis, das ein analoges Spiel bietet, für einen stabilen Trend sorgen? mehr »

Die Essener Spieltage und das britische Bier

Wer die Internationalen Spieltage richtig erleben will, muss auch mal die ausgetretenen Pfade verlassen. Deswegen habe ich mich auf den Weg gemacht, um die Ränder dieser Mammutmesse zu erkunden. Bald komme ich an dem Stand „BrauArt: britische-biere.de“ vorbei, der mir besonders ins Auge fällt. „Hi“, grüße ich freundlich, „was kann ich hier spielen?“ Statt einer Antwort ernte ich einen verwirrten Blick. „Das ist hier doch die Spiel“, präzisiere ich den Anlass meiner Frage. „Wir haben Craft-Biere“, erklärt nun die Standbetreuerin. „Und Craft heißt verspielt?“, frage ich. „Nein“, sagt die Bierexpertin mit einem leicht empörten Unterton. Jetzt hilft der Kollege aus: „Die Etiketten. Die sind fancy“, weist er auf die teils durchaus verspielte Gestaltung der Bierflaschen hin. „Und der Alkohol hilft manchmal auch beim Spielen.“ Tatsächlich ist „BrauArt“ mit dem Umsatz zufrieden, denn bereits vormittags werden reichlich geöffnete Flaschen über den Tresen gereicht. Zu früher Stunde seien aber eher die Bier- und Cidersorten gefragt, die nicht ganz so viel Alkohol enthalten, erfahre ich. mehr »

Immer mehr Kleine, immer größere Große: die Aussteller auf den Internationalen Spieltagen in Essen

Asmodee am Eingang von Halle 3.

Das hintere Ende der Spiel ’17: irgendwo in Halle 8.

Irgendwann am Samstag erreichten die Essener Spieltage ihren Publikumshöhepunkt. Zwar ist auch der Donnerstag und Freitag extrem voll, weil die aus aller Welt anreisenden Spielefans von Anfang an dabei sein wollen und die NRW-Schulferien auch reichlich Schülerinnen und Schüler in die Messehallen locken. Am Samstag kumuliert dann alles. Wobei die Anreise zumindest für die ÖPNV-Nutzer vergleichsweise entspannt abgelaufen ist. Die Zahl der U-Bahnen zum Messegelände hat sich gefühlt vervielfacht.

In den Messehallen wurden viele Staus und reichlich zähfließender Verkehr vermeldet. Zwar kann die weitere Ausdehnung der Ausstellungsfläche immerhin für eine wenig Entzerrung sorgen, die Belastung der Verkehrsknotenpunkte steigt aber gleichzeitig an. Damit sind nicht nur die Laufwege gemeint, sondern auch die spielerischen Hotspots. Da, wo die vermutlichen Highlights zu finden sind, ist der Andrang kaum zu bewältigen. mehr »

Nur noch 10 Tage warten: dann eröffnet die Spiel ’17

„Die Leute rufen an und erzählen vom Bauernskat“, erreichte mich vor einem Jahr die empörte Whatsapp-Nachricht einer Freundin aus meiner Spielegruppe. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hatte sich entschieden, bei der abendlichen Call-in-Sendung über Spiele zu sprechen. Eine lobenswerte Idee, denn schon am Morgen hatte das Thema „Spiel“ das Hörfunkprogramm beherrscht. Gemeint war die „Spiel“ in der Essener Messe, und zwar in den Verkehrsnachrichten, wo die Staus in Richtung Essen-Rüttenscheid Rekordlängen wie noch nie erreichten. Damit war auch dem letzten Radioredakteur klar: Brettspiele sind kein Minderheitenphänomen. mehr »