Schlagwort: Rezensionen

Gelungenes oder aufgesetztes Thema?

Luxor

Wenn es nicht gerade ein abstraktes Spiel ist, ist die thematische Umsetzung etwas, was zu einem attraktiven Brettspiel gehört. Doch nicht immer funktioniert das. Luxor, Heaven & Ale sowie Ethnos, drei empfehlenswerte Neuerscheinungen, sind drei Beispiele. mehr »

The Mind – Spiel oder Taschenspielertrick?

The Mind

The Mind ist das vielleicht verblüffendste Spiel überhaupt. Wenn es denn überhaupt ein Spiel ist. Die Regeln sind extrem reduziert, man kann sich zuerst gar nicht vorstellen, dass so etwas funktioniert. Jeder bekommt eine der von 1 bis 100 durchnummerierten Spielkarten. Zufällig gezogen und verdeckt. Jeder sieht sich seine Karte an. Dann legen alle Spielerinnen und Spieler ihre rechte Hand auf den Tisch, konzentrieren und synchronisieren sich. Denn sie müssen, ohne miteinander zu sprechen, die Karten in der korrekten, aufsteigenden Reihenfolge auf den Tisch legen.

Synchronisieren? Wenn ich das Spiel erkläre, schauen mich die Leute an, als ob mir das zu viel Spielen zu Kopf gestiegen sei. Trotzdem legt der erste Spieler – mit skeptischer Miene – die 9 auf Tisch, und der Mitspieler folgt mit der 17. Dann entsteht eine lange, schweigende Pause. Reden ist ja verboten. Endlich wird die 56 gespielt, und die 75 folgt risikolos. Die erste Runde ist einfach. In den nächsten Runden wird an die die Spieler jedes Mal eine Karte mehr verteilt. Dann wird es schwer. mehr »

Die Quacksalber von Quedlinburg überstrahlen alles

Wolfgang Warsch deklassiert die Konkurrenz. Bislang hatte er gerade mal zwei Spiele veröffentlicht – Schattenmeister und Dream Team –, die längst in Vergessenheit geraten sind. Und jetzt legt der Österreicher Warsch auf einen Schlag vier Spiele vor: das durchschnittliche Illusion, die beeindruckend guten Titel The Mind und Ganz schön Clever plus das überragende Die Quacksalber von Quedlinburg. Näheres zu den Quacksalbern ist jetzt in meiner Rezension auf gamesweplay.de nachzulesen.

Außerdem ist es lohnenswert, einen Blick auf die anderen Besprechungen zu werfen: Das überzeugende Kommunikationsspiel When I Dream, die guten Neuerscheinungen Dragon Castle, Startups und Woodlands sowie die mit Einschränkungen ebenfalls empfehlenswerten Spiele Café Fatal und Texas Showdown.

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Azul, Biosphere, Majesty, Pioneers: vier überzeugende Spiele

Neuer Startspielerstein, neuer Verlag – so präsentiert sich die zweite Auflage von Azul. Wobei der neue Verlag eigentlich gar keiner ist. Denn Next Move, dessen Logo wir jetzt auf der Schachtel sehen, ist lediglich eine Marke, ein Label. Und diese neue Marke gehört dem kanadischen Verlag PlanB, dessen Logo auf der Erstauflage zu finden war. Mit Next Move möchte PlanB eine Reihe mit abstrakten Spiele etablieren, zumindest bei Azul unter aktiver redaktioneller Zuarbeit von Eggertspiele. Dieser Hamburger Verlag wurde im letzten Jahr von PlanB übernommen und ist nun ein Studio der Kandadier. Und Pegasus Spiele ist für den Vertrieb in Deutschland zuständig. Ja, das ist sehr unübersichtlich. Und eine wirkliche überzeugende Erklärung für das Auswechseln des Verlagslogos habe ich nicht vernommen. mehr »