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Spiel des Jahres 2020: Preisverleihung mit Abstand

Die Bühne der diesjährigen Preisverleihung zum Spiel des Jahres war genauso groß wie im Vorjahr, der Saal auch, aber statt 220 Personen waren keine 50 Leute im Publikum. Und die meisten der ausgezeichneten Autorinnen und Autoren ließen sich per Video ins NHow Conference Center in Berlin-Friedrichshain schalten. Welches Spiel auch gewinnt: niemand durfte sich jubelnd in die Arme fallen.

Schrapers

Die Preisverleihung ist eröffnet.

Gemeinsam mit Manuel Fritsch: die Enthüllung des Kennerpreis-Siegers.

Redakteur Kilian Vosse, Verlagsleitungsmitglied Heiko Windfelder und Autor Thomas Sing freuen sich über die Crew.

Zugeschaltet: das Autorenpaar Christian und Daniela Stöhr. Auf der Bühne: Verlagschef Peter Döhrsam sowie Redakteurin und Geschäftsführerin Claudia Barmbold.

» dpa: Kreativ und einfach
» Spiegel online: Bekannter Brettspielpreis
» rbb Inforadio: Pictures ist Spiel des Jahres

Dass die Veranstaltung nicht komplett abgesagt wurde, war die richtige Entscheidung – und der Verein Spiel des Jahres bekam deshalb viel Lob. Weil wir es dem Kulturgut Spiel schuldig sind, habe ich in meiner Eröffnungsrede gesagt. Denn niemand kann vorhersagen, wie lange wir noch mit Beschränkungen und Abstandsregeln leben müssen – und deshalb müssen wir lernen, damit umzugehen. Und die Kultur muss lernen, sich in dieser Situation nicht klein zu machen, nicht zu verstecken.

Bevor es zu den diesjährigen Siegern ging, haben die Jury-Kollegin Julia Zerlik, die Klaus Teuber in Roßdorf besucht hat, und einen Blick zurückgeworfen. Denn vor exakt 25 Jahren, damals fand die Preisverleihung in Frankfurt statt, wurden die Siedler von Catan als Spiel des Jahres ausgezeichnet. Dieses Spiel wurde der erste Klassiker des modernen Brettspiels.

Die erste Preisverleihung, die des Kennerspiels des Jahres, war keine große Überraschung. Autor Thomas Sing persönlich holte sich die Auszeichnung für das bei Kosmos erschienene Die Crew reist gemeinsam zum 9. Planeten ab – dieses Spiel galt allerorts als Favorit. Größer war die Spannung beim „roten Pöppel“, dem Spiel des Jahres, wo es keinen Favoriten gab. Hier gewann mit Pictures ein Kommunikationsspiel von Daniela Stöhr und Christian Stöhr, die zugeschaltet waren und aus der Ferne den Triumph erlebten. Auf der Bühne standen stattdessen Peter Dörsam, Chef des kleinen PD-Verlags, und Claudia Barmbold, Redakteurin und Geschäftsführerin.

So arbeitet die Jury hinter den Kulissen

NRZ„In diesen Zeiten kommen bei vielen Familien wieder mehr Brettspiele auf den Tisch“, habe ich im Interview mit der in Essen erscheinenden Neuen Ruhr Zeitung (NRZ) gesagt. „Menschen möchten gemeinsam etwas erleben, gerade jetzt, wo wir viel zuhause sind. Und irgendwann ist Netflix auch mal leer geguckt.“ Mehr als 300 neue deutschsprachige Veröffentlichungen habe es im vergangenen Jahrgegeben. „Die Kurve geht aufwärts, der Markt boomt regelrecht, und es kommen immer mehr Spiele raus.“ mehr »

Spielejahrgang 2020: Beeindruckende Vielfalt

Spiele 2020

Die Spiel-des-Jahres-Jury hat ihre „Longlist“ und „Shortlist“ bekanntgeben, was in diesem Jahr auf besonders viel Aufmerksamkeit gestoßen ist. spiel-des-jahres.de verzeichnete doppelt so viel Zugriffe wie im letzten Jahr, was den Server prompt in die Knie zwang. Zeitgleich hat der Friedhelm Merz Verlag verkündet, dass es in diesem Jahr keine Spiel in der Essener Messe geben wird. Die Internationalen Spieltage haben eine so große Strahlkraft auf die weltweite Spieleszene, dass die Auswirkungen der Absage überhaupt nicht abzusehen sind. Die Entscheidung des Merz Verlags ist sehr betrüblich, obwohl sie nicht überraschend kam und es keine verantwortbare Alternative gibt. Gleichwohl gibt es in diesem Jahr gute Spiele, genauso wie ich prognostiziere, dass es diese auch im nächsten Jahrgang geben wird. Denn gespielt wird trotzdem. Mehr als je zuvor. mehr »

Flügelschlag ist Kennerspiel, Just one ist Spiel des Jahres

Im Nhow Berlin

Vor 40 Jahren wurde erstmals ein Spiel des Jahres verliehen, Hase und Igel hieß der Sieger, und dessen Autor David Parlett bekam den Preis von Bundesfamilienministerin Antje Huber überreicht. Anlässlich des Jubiläums hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters das Spiel des Jahres 2019 enthüllt.

» Welt TV: Nichts für Ego-Spieler
» FAZ: Nur ein Wort
» dpa: Just One ist Spiel des Jahres
» spielbar.com: Aber was sollen denn die Leute denken
» Spiel doch mal: Spiel des Jahres-Verleihung

In ihrer Ansprache sagte Grütters: „Analoge Gesellschaftsspiele verzeichnen trotz des vielfältigen digitalen Angebots einen regelrechten Boom. Die Lust am Austausch, die Freude an der Geselligkeit und der sozial integrativen Kraft der Brett- und Kartenspiele ist ungebrochen. Mit der Auszeichnung Spiel des Jahres werden seit nunmehr 40 Jahren mit qualitativ hochwertigen, inspirierenden und bereichernden Spielen wichtige Impulse gesetzt“, so die Staatsministerin für Kultur und Medien. mehr »

Live aus Chemnitz: die Bestenlisten 2019

Bestenlisten 2019

Vor 40 Jahren wurde mit Hase und Igel das erste Mal ein Spiel des Jahres gekürt. Aus diesem Anlass hat das Deutsche Spielemuseum in Chemnitz eine Sonderausstellung eröffnet. Im Rahmen dieser Veranstaltung habe ich bekanntgegeben, welche Spiele auf den diesjährigen Nominierungs- und Empfehlungslisten des Spiel des Jahres e.V. stehen. mehr »

Ist das Spiel des Jahres der Oscar für Brettspiele?

Warsch und KieslingIst das vom Spiel des Jahres e.V. ausgezeichnete Spiel das beste Spiel eines Jahrgangs? Oder ist das beste Brettspiel das Spiel, das am meisten Kilogramm auf den Tisch bringt, die längste Spieldauer, das wertigste Material und das dickste Regelheft? Wenn man Quantität nicht mit Qualität verwechselt, ist die Antwort klar. Sie ist allerdings subjektiv. Dann Spielekritikerinnen und -kritiker fällen kein objektiv unfehlbares Urteil. » Spiel des Jahres

Azul und Quacksalber sind die Siegerspiele 2018

Warsch und Kiesling

Es sei ursprünglich ein Spiel mit Banditen gewesen, erzählte Wolfgang Warsch bei der Preisverleihung für das Spiel des Jahres 2018. Gemeint hat er damit sein Die Quacksalber von Quedlinburg, das Kennerspiel des Jahres.

Kaum ein Spiel hat bei Beginn der Entwicklung die Thematik gehabt, die letztendlich auf den Markt gekommen ist, erfuhr das Publikum in Berlin. Am erstaunlichsten war der Werdegang von Ganz schön clever. Dieses Würfelspiel habe tatsächlich mal ein Thema gehabt, so Wolfgang Warsch, und zwar einen Gemüsegarten. Doch davon ist offensichtlich nichts mehr übrig geblieben, nur die orange Farbe eines der Würfel erinnert noch an einen Kürbis. mehr »

Funkelschatz ist das Kinderspiel des Jahres 2018

Burkhardt und Burkhardt

Die 21-jährige Mathematikstudentin Lena Burkhardt hat gemeinsam mit ihrem Vater, dem etablierten Spieleautor Günter Burkhardt (57), die Kinderspiel des Jahres-Auszeichnung gewonnen. Die Funkelschatz-Spielidee habe sie mit gestapelten Vorhangringen entwickelt, erzählte Lena Burkhardt bei der Preisverleihung auf der Bühne im Hamburger Atlantic-Hotel. Daraus sind in dem fertigen Spiel, das bei Haba erschienen ist, „Eisringe“ aus Kunststoff geworden, in denen sich die „Funkelsteine“ befinden. Je nachdem wie ein Ring runtergenommen werde, fallen mal mehr und mal weniger Steine heraus, so Burkhardt. Diese farbigen Steine sammeln die Spielerinnen und Spieler. mehr »

Eine Bodenseeselektion: 2018 ist ein guter Jahrgang

Nominierungen und Empfehlungen.

Weißer Rauch ist aufgestiegen. Azul, das meistgehypte Spiel in der Szene, das raffinierte Rennspiel Luxor und das verblüffende The Mind werden mit einer Nominierung für das Spiel des Jahres 2018 ausgezeichnet (alle ab 8 Jahre). Beim Kennerspiel haben Ganz schön Clever (ab 10), das den Widerspruch zwischen Taktik und Würfelglück auflöst, das anspruchsvoll strategische Heaven & Ale (ab 12) sowie das eingängige Quacksalber von Quedlinburg (ab 10), das einen von der ersten Minute an in seinen Bann zieht, die Nase vorn. mehr »