Autor: Harald Schrapers

Geschicktes Stapeln bunter Klötze: Tụki vs. Team3

Tuki und Team3

Die Spielkarte gibt ein Muster vor, das mit farbigen Bauklötzen in die Höhe zu stapeln ist: mit dieser Idee wollen uns zwei Neuheiten überzeugen. Während wir bei Tụki Stützen benötigen, weil das Konstrukt sonst einstürzen würde, können wir bei Team3 nichts sehen, nichts hören oder nichts sagen. mehr »

Spiel ’19: Essen, die Welthauptstadt des Brettspiels

Blick in Halle 3

Die Internationalen Spieltage in Essen sind die Weltleitmesse für die Brettspielszene, sie sind „Volksfest und Hochamt in einem“ schreibt Andreas Becker im Magazin Spiel doch! Auch die jüngste Ausgabe, die Spiel ’19, schlägt bei Ausstellerzahlen und Internationalität erneut die eigenen Rekorde. Am Ende wird die Rekordzahl von 209.000 Besucherinnen und Besuchern gemeldet. Trotzdem platzt die Messe nicht aus allen Nähten, denn eine weitere Halle und ein zusätzlicher Eingang sorgen für Entspannung.

Gut 1500 Neuheiten werden an den Ständen gezeigt, wie viele unterschiedliche und wirklich neue Spiele das wirklich sind, weiß kein Mensch. Einige der Spiele sind schon seit vielen Monaten auf dem Markt, viele werden an mehreren Verlagsständen gleichzeitig präsentiert, es gibt Neu- und Wiederauflagen, reichlich Erweiterungen, Promoartikel sowie Übersetzungen in diverse Sprachen: alles wird einzeln gezählt. Doch selbst wenn man alles das von den 1500 abziehen würde – es bliebe noch eine schier unübersehbare Menge an echten Neuerscheinungen.

Wie soll man da den Überblick behalten? Just One, Flügelschlag und das Tal der Wikinger, die drei von er Jury Spiel des Jahres prämierten Spiele, sind für sehr viele der Messebesucherinnen und -besucher die Highlights in Essen, und die entsprechenden Stände sind dicht umlagert. Wer hingegen zu den besser informierten Spielerinnen und Spielern gehört, sich vielleicht sogar der „Szene“ angehörig fühlt, sucht hingegen nach den Titeln, die 2020 in aller Munde sein werden. mehr »

Spiele in Bibliotheken, Ludotheken und Spielecafés

Christian Beiersdorf, Martina Silbermann, Petra Fuchs, Renate Fuchs, Michael Schmitt und Thomas Patzner.

„Spiele im öffentlichen Kulturraum“ war das Thema der Diskussionsrunde, zu der die Spieleautorenzunft im Rahmen der Essener Spieltage eingeladen hat. Im Zentrum der Diskussion standen dabei die Ludotheken und Bibliotheken. Thomas Patzner, Leiter der Stadtbücherei Ahrenburg, verspürt bei Brettspielen eine deutlich steigende Nachfrage. „Bei allen, was lesen bedeutet, geht es statistisch gesehen hinunter.“ Seine Bibliothek habe auch deshalb das Spieleangebot erheblich verbessert. „Früher waren Spiele in Bibliotheken nicht wirklich gepflegt“, blickte er zurück.

Martina Silbermann von der Firma SpieleTruhe beliefert Büchereien und wies darauf hin, dass ein Spiel nach fünf Jahren im Bestand oder nach 50 Ausleihen zumeist ausgetauscht werden müsse. Sie macht die Spiele „fit to play“, beschreibt sie den Service, bei dem unter anderem alle Spielbestandteile fertig ausgestanzt und Schachteln und Teile der Materialien in Folie eingeschlagen werden. mehr »

Gen Con: Ersteindrücke von US-Neuheiten

Das Stadion

Vier Tage Gen Con – die zweitgrößte Publikumsveranstaltung der Welt für nicht-elektronische Spiele findet jährlich in Indianapolis statt. Manches ist so wie auf den Internationalen Spieltagen in Essen, manches ist völlig anders. Mehr zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden ist in meinem Artikel nachzulesen, der in der spielbox 6/2019 erscheinen wird.

Zwischen Cosplay und Rollenspielen finden sich auf der Gen Con auch sehr viele Brettspiele, die an Messeständen angespielt und an langen Tischen in Riesenhallen, Ballsälen diverser Hotels und auf dem abgedeckten Rasen des überdachten Lucas Oil-Football-Stadions (siehe Foto) komplett ausprobiert werden können. Darunter sind auch vielen Neuheiten, die voraussichtlich im Oktober auf Deutsch erscheinen werden, die ich in Indianapolis spielen konnte. mehr »

Flügelschlag ist Kennerspiel, Just one ist Spiel des Jahres

Im Nhow Berlin

Vor 40 Jahren wurde erstmals ein Spiel des Jahres verliehen, Hase und Igel hieß der Sieger, und dessen Autor David Parlett bekam den Preis von Bundesfamilienministerin Antje Huber überreicht. Anlässlich des Jubiläums hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters das Spiel des Jahres 2019 enthüllt.

» Welt TV: Nichts für Ego-Spieler
» FAZ: Nur ein Wort
» dpa: Just One ist Spiel des Jahres
» spielbar.com: Aber was sollen denn die Leute denken
» Spiel doch mal: Spiel des Jahres-Verleihung

In ihrer Ansprache sagte Grütters: „Analoge Gesellschaftsspiele verzeichnen trotz des vielfältigen digitalen Angebots einen regelrechten Boom. Die Lust am Austausch, die Freude an der Geselligkeit und der sozial integrativen Kraft der Brett- und Kartenspiele ist ungebrochen. Mit der Auszeichnung Spiel des Jahres werden seit nunmehr 40 Jahren mit qualitativ hochwertigen, inspirierenden und bereichernden Spielen wichtige Impulse gesetzt“, so die Staatsministerin für Kultur und Medien. mehr »

Live aus Chemnitz: die Bestenlisten 2019

Bestenlisten 2019

Vor 40 Jahren wurde mit Hase und Igel das erste Mal ein Spiel des Jahres gekürt. Aus diesem Anlass hat das Deutsche Spielemuseum in Chemnitz eine Sonderausstellung eröffnet. Im Rahmen dieser Veranstaltung habe ich bekanntgegeben, welche Spiele auf den diesjährigen Nominierungs- und Empfehlungslisten des Spiel des Jahres e.V. stehen. mehr »

Zweite Auflage jetzt rund: Carpe Diem

Carpe Diem

Auch wenn – oder gerade weil – man es dem unscheinbar gestalteten Spiel nicht ansieht: Carpe Diem ist eine Empfehlung wert, insbesondere nach der überarbeiteten zweiten Auflage. Jetzt gibt es keine überflüssigen Verbindungslinien auf dem Spielbrett, sondern wir bewegen uns schlicht im Kreis. Taktisch-strategischer Tiefgang, ein wenig Glück, schöne interaktive Momente zeichnen Carpe Diem aus. Dass unser Tableau Rom darstellen sollen, dabei aber gar nicht an eine Metropole erinnert, sondern eher an ein provinzielles Carcassonne, ist für den Spielspaß unerheblich. mehr »

„Spielend für Toleranz“ im Duisburger Süden

Brettspiel-Nachmittag

Am Sonntag, 7. April 2019, um 15 Uhr wird im ev. Gemeindehaus Duisburg Großenbaum, Lauenburger Allee 21, gespielt. Der Eintritt ist frei, und es gibt Waffeln und Getränke. 15 aktuelle Brett- und Kartenspiele hat der Spiel des Jahres e.V. für die Initiative „Spielend für Toleranz“ ausgesucht, und als Paket an mittlerweile mehr als 50 Veranstaltungen verschickt. Im Anschluss an den Spielenachmittag werden die Brett-, Karten- und Aktionsspiele dauerhaft für die Jugendarbeit der Gemeinde zur Verfügung stehen.

» WAZ: Spielend gegen Rassismus protestieren

Täglich geöffnet: Board Game Cafés in England

London: Draughts

Board Game Cafés, die täglich geöffnet sind, in denen es viele hundert Spiele gibt und man für die Zeit bezahlt, in der man spielt? In England ist das in einer Reihe von Großstädten möglich. Im Londoner Stadtteil Waterloo hat im letzten Sommer das Board Game Café Draughts neu eröffnet. Es ist die Filiale eines bereits 2016 als Kickstarter-Projekt eröffneten Cafés in Hackney. mehr »