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Nach jahrelangem Anstieg: Umsatz mit Brettspielen stagniert

Anstieg 17-21

Der Umsatz mit Spielen stagniert im Jahr 2021 auf hohem Niveau. Der knappe Rohstoff Papier und fehlende Frachtkapazitäten auf dem Seeweg hätten die schon seit Jahren anhaltende Aufwärtsentwicklung gebremst, teilt Hermann Hutter, Vorsitzender des Branchenverbands Spieleverlage e.V. mit.

Im Segment der Erwachsenen- und Familienbrettspiele – ohne Karten- und Mitbringspiele – ist der Umsatz um zwei Prozent zurückgegangen. Wenn man die beiden Pandemiejahre 2020 und 2021 zusammenfasst, ergibt dies jedoch immer noch einen Gesamtanstieg um sagenhafte 34 Prozent. Bei Kinderspielen gibt es ein kumuliertes Plus von 13 Prozent. mehr »

2021: Umsatzrekorde bei den Gesellschaftsspielen

Die ZeitDie boomende Entwicklung des analogen Spiels ist der Wochenzeitung Die Zeit eine ganzseitige Infografik wert. Auf den Plätzen 10, 9 und 8 der Top Ten der meistverkauften Brettspiele im Jahr 2021 befinden sich drei Exit-Titel: Der verwunschene Wald, Der versunkene Schatz und Das Haus der Rätsel, die sich alle auf dem „Einsteiger-Level“ der erfolgreichen Escape-Room-Reihe bewegen. Auf Platz 7 liegt Scrabble. Es folgen vier als Spiel des Jahres ausgezeichnete Titel – Platz 6 Catan (1995), 5 Rummikub (1980), 4 Pictures (2020), 3 MicroMacro (2021). Auf Platz 2 findet sich überraschend das Geschicklichkeitsspiel Jenga. Über der Nummer 1 bei den Brettspielen (Kartenspiele bleiben unberücksichtigt) breiten wir den Mantel des Schweigens aus. mehr »

Das Brettspiel boomt – oder droht eine Neuheitenflaute?

Brettspielevents, egal ob groß oder klein, fallen seit Monaten aus oder werden auf immer spätere Termine vorschoben. Gleichzeitig boomt der Absatz der Brettspiele. Der Gesamtmarkt ist je nach Segment zwischen 12 und 31 Prozent gewachsen, am allermeisten bei den Erwachsenenspielen, zu denen unter anderem viele Kommunikations- und Exit-Titel gehören. Da in diese Zahlen noch kein Weihnachtsgeschäft unter Pandemiebedingungen eingeflossen ist, wird es auch in den nächsten Monaten noch Rekorde zu vermelden geben, obwohl die Zahl der Brettspielneuheiten offenbar rückläufig ist.

Internationale Spieltage: 2020 bloß virtuell, 2019 noch dichtgedrängt in der Messe Essen.

Spiel doch in Duisburg: 2019 als Frühjahrsmesse, 2020 an einem Ersatztermin im Sommer?

Der Boom betrifft das Spieleangebot nicht gleichermaßen in seiner Breite, sondern die Umsatzsprünge konzentrieren sich auf die Spitze. Menschen, die während der Pandemie ihrer Liebe zum Brettspiel neu- oder wiederentdecken, greifen zunächst einmal zu den bekannten Marken, Verlagen und Auszeichnungen.

Selbst manch passionierter Hobbyspieler, der viel lieber seine Expertenspielgruppen pflegt, sieht sich „zurückgeworfen“ aufs leicht zugängliche Spiel, mit dem er seine Mitbewohnerinnen und -bewohner begeistern konnte. Erst im Sommer hatte man sich wieder getraut, auch haushaltsfremde Mitspielende nach Hause einzuladen, mit denen man das Brettspielhobby teilt – öffentliche Spieletreffs blieben hingegen oft weiterhin geschlossen. mehr »

Azul: Preisschwankungen wie an der Tankstelle

Bei Azul sind Preisschwankungen zu beobachten, die das Auf und Ab bei den Benzinpreisen übertreffen. Am 23. Juli, dem Tag der Verleihung des Spiels des Jahres, kostete das Michael-Kiesling-Spiel beim preisgünstigsten Versender 29,99 Euro. Das ist dem Preisbarometer von idealo.de zu entnehmen. Anschließend schnellte der Preis nach oben, stabilisierte sich Ende September bei 28,42 Euro, um anschließend wild auszuschlagen. Eine Woche vor Weihnachten nähert er sich wieder der 30-Euro-Linie. Allein bei Amazon war zu beobachten, dass der Preis innerhalb von 24 Stunden zwischen 22,38 und 33,99 Euro schwankte.

Wohlbemerkt: Es handelt sich dabei nicht um Durchschnittspreise, sondern um den jeweils niedrigsten Preis, der im Onlinehandel im Laufe eines Tages angeboten wurde. Auch im stationären Einzelhandel gibt es deutliche Preisunterschiede. Während der Drogeriemarkt Müller mit Sonderangebotspreisen und 15-Prozent-Rabattcoupons ins Geschäft lockt (hoffend, dass auch etwas anderes gekauft wird), setzt der örtliche Fachhändler auf Beratung – bei gleichzeitigem Verzicht auf das tägliche Tankstellengebaren.