Kerstin Garefrekes, zweifache Fußball-Welt- und Europameisterin und heutige U23-Co-Trainerin beim DFB, öffnet auf der Bühne der nhow Berlin Music Hall den roten Umschlag und verkündet den Sieger: Martin Ang und sein Spiel Dito! Damit wird zum ersten Mal ein Titel aus einem Land des globalen Südens zum Spiel des Jahres gekürt.
» Radio Bayern 2: Warum Brettspiele weiter boomen
» Frankfurter Allgemeine: „Dito“ ist „Spiel des Jahres“ 2026
» Hannoversche Allgemeine: Indonesier gewinnt Auszeichnung „Spiel des Jahres“
Martin Ang ist Indonesier, kommt aus der Dreimillionenstadt Surabaya und hat das Wortassoziationsspiel unter dem Namen Jinxo in seinem Kleinstverlag Tabletoys herausgebracht. Laut Ang ist Indonesien ein Land ohne große Affinität zu Brettspielen. Selbst mit einem einfachen Partyspiel sei es schwierig, viele Menschen zu erreichen. Als Ang nach der Preisverleihung berichtet, wie viele Glückwünsche er aus seiner Heimat erhalten hat, fragt Jurysprecherin Maren Hoffmann noch einmal nach: „Habe ich das richtig verstanden, dass deine Eltern das Spiel noch nie gespielt haben?“ Ang bestätigt: Für Indonesierinnen und Indonesier seiner Elterngeneration sei es schwer vorstellbar, ein modernes Brettspiel zu spielen.

Die Frankfurterin Kerstin Garefrekes ist begeisterte Brettspielerin und öffnet den Umschlag mit dem Spiel des Jahres 2026.
Der Münchner Reiner Knizia war 1992 mit Quo Vadis erstmals für das Spiel des Jahres nominiert. 2008 gelang ihm mit dem Spiel des Jahres Keltis und dem Kinderspiel des Jahres Wer war’s? das Double. Ein Triple war damals noch nicht möglich – den Begriff und die Auszeichnung „Kennerspiel“ erfand die Jury erst drei Jahre später. mehr




