Autor: Harald Schrapers

Die Demokratie gegen die extreme Rechte verteidigen

Spielend für Toleranz

Wer sich nicht an die Regeln hält, indem er ihre moralischen Prinzipien unterläuft, darf nicht mitspielen. Diesen Grundsatz haben FDP und CDU in Thüringen missachtet – und übersehen, dass es dabei um weit mehr als ein „Spiel“ geht. mehr »

Alt-neue Verlage: verwickelte Unternehmensentwicklungen

Die Verlagsnamen ändern sich, die handelnden Personen sind dieselben. Mit Deep Print Games haben Peter Eggert und Philipp El Alaoui einen neuen Verlag gegründet. Das erste Spiel dieses Verlags heißt Renature und enthält Dominosteine – was eine passende Analogie zur Entstehungsgeschichte von Deep Print Games ist. mehr »

Duisburg-Marxloh: hundertmal Toleranz

Spielen in MarxlohBundesweit macht die Initiative „Spielend für Toleranz“ durch viele dezentrale Spieleveranstaltungen, die vom Verein Spiel des Jahres mit großen Spielepaketen unterstützt werden, auf sich aufmerksam. Das hundertste Mal „Spielend für Toleranz“ fand an der Herbert-Grillo-Gesamtschule in Duisburg-Marxloh statt, einem Stadtteil mit besonderen sozialen Herausforderungen und überdurchschnittlich vielen Zugewanderten. » spiel-des-jahres.de

Brettagogen-Podcast – Interview: Spiel des Jahres

„Guten Morgen, liebe Klasse“ heißt es zu Beginn jeder Podcast-Folge der Brettagogen. In der 75-minütigen Weihnachtssonderfolge, moderiert von Nico Wagner, geht es um das Spiel des Jahres, die Herausforderungen der ehrenamtlichen Jurytätigkeit, gute Spielekritiken, den gesellschaftlichen Auftrag des Kulturguts Spiel und noch viel mehr.

Kleine Fluchten aus dem Solomodus

spielbox 7/19Auf immer mehr Brettspielen steht als Spielerzahl eine „1“. Was soll das? Ist das ein Zeichen für die immer weiter fortschreitende Vereinzelung in unserer Gesellschaft? Diese Fragen habe ich mir gestellt, als ich das Editorial der spielbox verfasst habe. Die Antwort lautet selbstverständlich: Nein. Trotzdem ist die Entwicklung, dass Mehr-Personen-Spiele einen Solomodus, also die analoge Version eines virtuellen Gegners, erhalten, bemerkenswert. Ich weiß und respektiere es, dass es Leute gibt, die das gut finden. Trotzdem ist und bleibt das hoffentlich eine Nische, weil ich ansonsten meinen Glauben an die verbindende Kraft des Brettspiels verliere. » spielbox

25 Jahre · Capone

Capone

„Ein Angebot, das man nicht ablehnen kann“ – die berüchtigte „Kopf hoch“-Spielkarte. Sie sieht genauso lädiert aus wie die anderen Spielkarten in meinem Capone. Kaum ein anderes meiner Spiele ist derart abgegriffen. 1994 und in den Folgejahren wurde es hoch und runter gespielt. Den gegnerischen Mafiosi mit einem Beinkleid aus Beton im Hafenbecken zu versenken, war immer ein Riesenspaß. mehr »

Zeit für Brettspiele – 16 Gesprächsprotokolle

Buchneuheit

„Zeit für Brettspiele“ heißt ein großformatiges Buch von Jörn Morisse und dem Fotografen Felix Gebhard. 16 Gesprächsprotokolle und zahlreiche Bilder sorgen für einen umfassenden Einblick in unterschiedliche Tätigkeitsbereiche der Spieleszene. Vorgestellt werden der Illustrator und Andor-Autor Michael Menzel, Autor Stefan Feld und Alea-Redakteur Stefan Brück, die unter anderem Carpe Diem geschaffen haben, Kosmos-Redakteur Ralph Querfurth, verantwortlich für die Reihe Exit, sowie Spielwiese-Verleger Michael Schmidt.

Auch Dominique Metzler, Chefin der Essener Spiel, und Karin Falkenberg, Leiterin des Deutschen Spielearchivs in Nürnberg, werden in Form von Gesprächsprotokollen portraitiert. Ich selbst wurde von Jörn Morisse zu meiner Tätigkeit als Vorsitzender des Vereins Spiel des Jahres befragt und von Felix Gebhard fotografiert. mehr »

Geschicktes Stapeln bunter Klötze: Tụki vs. Team3

Tuki und Team3

Die Spielkarte gibt ein Muster vor, das mit farbigen Bauklötzen in die Höhe zu stapeln ist: mit dieser Idee wollen uns zwei Neuheiten überzeugen. Während wir bei Tụki Stützen benötigen, weil das Konstrukt sonst einstürzen würde, können wir bei Team3 nichts sehen, nichts hören oder nichts sagen. mehr »

Spiel ’19: Essen, die Welthauptstadt des Brettspiels

Blick in Halle 3

Die Internationalen Spieltage in Essen sind die Weltleitmesse für die Brettspielszene, sie sind „Volksfest und Hochamt in einem“ schreibt Andreas Becker im Magazin Spiel doch! Auch die jüngste Ausgabe, die Spiel ’19, schlägt bei Ausstellerzahlen und Internationalität erneut die eigenen Rekorde. Am Ende wird die Rekordzahl von 209.000 Besucherinnen und Besuchern gemeldet. Trotzdem platzt die Messe nicht aus allen Nähten, denn eine weitere Halle und ein zusätzlicher Eingang sorgen für Entspannung. mehr »

Spiele in Bibliotheken, Ludotheken und Spielecafés

Christian Beiersdorf, Martina Silbermann, Petra Fuchs, Renate Fuchs, Michael Schmitt und Thomas Patzner.

„Spiele im öffentlichen Kulturraum“ war das Thema der Diskussionsrunde, zu der die Spieleautorenzunft im Rahmen der Essener Spieltage eingeladen hat. Im Zentrum der Diskussion standen dabei die Ludotheken und Bibliotheken. Thomas Patzner, Leiter der Stadtbücherei Ahrenburg, verspürt bei Brettspielen eine deutlich steigende Nachfrage. „Bei allen, was lesen bedeutet, geht es statistisch gesehen hinunter.“ Seine Bibliothek habe auch deshalb das Spieleangebot erheblich verbessert. „Früher waren Spiele in Bibliotheken nicht wirklich gepflegt“, blickte er zurück.

Martina Silbermann von der Firma SpieleTruhe beliefert Büchereien und wies darauf hin, dass ein Spiel nach fünf Jahren im Bestand oder nach 50 Ausleihen zumeist ausgetauscht werden müsse. Sie macht die Spiele „fit to play“, beschreibt sie den Service, bei dem unter anderem alle Spielbestandteile fertig ausgestanzt und Schachteln und Teile der Materialien in Folie eingeschlagen werden. mehr »