25 Jahre · Acquire

Acquire

25 Jahre? Nein, 50 Jahre! Denn eigentlich feiert Acquire in diesem Jahr ein mehr als beeindruckendes Jubiläum: 1968 ist es erstmals auf Deutsch erschienen. Ich hatte das Spiel hingegen erst 1993 kennengelernt – und wir waren begeistert. Die bei Schmidt erschienene Acquire-Neuauflage wurde mit einem verdienten 5. Platz beim Deutschen Spiele Preis 1993 ausgezeichnet. mehr »

Interview: Spielen ist kein Kinderkram

AzulInterview und ein Partie Azul in der Duisburger Redaktion der Westdeutschen Allgemeinen (WAZ): „Täuscht der Eindruck oder haben Spiele in den vergangenen Jahren eine Renaissance erlebt?“ Tatsächlich sind Brettspiele längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Bei uns gilt Spielen nicht als Kinderkram, sondern als intelligente Unterhaltung gerade auch für Erwachsene und Familien. » WAZ

Oink Games: Europazentrale in Düsseldorf

Laura Grundmann im Community Office

Mit dem raffinierten Kartenspiel Startups und dem Kommunikationsspiel A Fake Artist goes to New York hat der japanische Verlag Oink Games zuletzt zwei bemerkenswerte Neuerscheinungen herausgebracht. Ich habe Laura Grundmann, die Europageschäftsführerin, in Düsseldorf getroffen und sie zunächst auf die winzigen und randvoll gepackten Schachteln angesprochen.

spielbox 4/17„Hat das etwas damit zu tun, dass japanische Wohnungen sehr klein sind? Oder ist das ein Vorurteil?“, lautete meine vorsichtige Frage. Die Antwort darauf kann man jetzt in meinem Artikel in der aktuellen spielbox nachlesen.

Laura Grundmann hat eine ungewöhnliche Karriere hinter sich. Begonnen hat sie als Dolmetscherin für Oink-Chef Jun Sasaki auf den Essener Spieltagen, als sie noch Studentin war. Heute ist sie als Geschäftsführerin der Düsseldorfer Tochtergesellschaft für die Lokalisierung der aus Asien kommenden Spiele zuständig. mehr »

Der Deutsche Spiele Preis hört ein Klong

Ich mag Listen, Top Tens und Preisverleihungen. Nicht alle sind wirklich bedeutend, aber es macht Freude, sie zu lesen. Entspricht die Auszeichnung meiner Meinung, verwundert mich das Ergebnis oder gibt es mir interessante Anregungen?

1995 durfte ich erstmals über den Deutschen Spiele Preis (DSP) mit abstimmen. Damals war ich mächtig stolz. Denn gemeint war nicht die Leserabstimmung des Fachmagazins Pöppel Revue, sondern die exklusiv unter Spielejournalisten durchgeführte Umfrage. Die Publikumsmeinung trug nur 40 Prozent zum Gesamtergebnis bei. Je 20 Prozent bestimmten Journalisten, Händler und Spielekreise. Erst ab 2001 ist aus dem DSP ein Preis geworden, der komplett vom Fachpublikum bestimmt wird. Jeder, der sich für fachkundig hält, darf seine Stimme abgeben. Und jede Stimme ist exakt gleich viel wert. Das klang damals sehr gerecht. mehr »

Azul und Quacksalber sind die Siegerspiele 2018

Warsch und Kiesling

Es sei ursprünglich ein Spiel mit Banditen gewesen, erzählte Wolfgang Warsch bei der Preisverleihung für das Spiel des Jahres 2018. Gemeint hat er damit sein Die Quacksalber von Quedlinburg, das Kennerspiel des Jahres.

Kaum ein Spiel hat bei Beginn der Entwicklung die Thematik gehabt, die letztendlich auf den Markt gekommen ist, erfuhr das Publikum in Berlin. Am erstaunlichsten war der Werdegang von Ganz schön clever. Dieses Würfelspiel habe tatsächlich mal ein Thema gehabt, so Wolfgang Warsch, und zwar einen Gemüsegarten. Doch davon ist offensichtlich nichts mehr übrig geblieben, nur die orange Farbe eines der Würfel erinnert noch an einen Kürbis. mehr »

Ein Erlebnis: The Rise of Queensdale (4)

Queensdale

Niemand wollte The Rise of Queensdale, das als Legacy-Spiel viele Stunden dauert, mit mir spielen. Familie, Freunde, Nachbarinnen und Nachbarn – alle, mit denen ich gemeinhin spielen, haben abgewunken. Spätestens nach der ersten Partie, die wir zur Probe absolviert haben, und bei der Queensdale einen doch recht gewöhnlichen Eindruck hinterlässt, kam die Absage. Dieses Spiel solange spielen, bis jemand die 70 erreicht hat? Darauf wollte sich niemand verbindlich festlegen und verpflichten lassen. So ein Legacy-Epos ist das Gegenteil von dem, was wir sonst von Gesellschaftsspielen gewohnt sind: Für jeden Geschmack, jeder Gruppengröße, jede Gelegenheit gibt es etwas Passendes. Mal wird das eine Spiele auf den Tisch gebracht, mal das andere. Da stört Queensdale nur. mehr »

Ein Erlebnis: The Rise of Queensdale (3)

The Rise of Queensdale

Ist The Rise of Queensdale ein empfehlenswertes Spiel? Ja. Aber ich muss einräumen: Dieses Urteil befindet sich am Rande dessen, was ich als seriöse Spielekritik bezeichnen würde. Zwar habe ich mehr als ein Dutzend Partien hinter mir. Aber ich habe vieles trotzdem nicht erlebt oder gesehen. Das gilt auf der einen Seite für viele kleiner Details. Manche Regelkniffe werden ins Spiel eingeführt – und scheiden wenig später wieder aus, ohne dass wir sie wirklich erleben durften. Bei einem anderen Spielverlauf wäre das nicht geschehen, da würde stattdessen anderes untergehen. mehr »

Ein Erlebnis: The Rise of Queensdale (2)

Rise of Queensdale

ACHTUNG! SPOILER! Diese Warnung steht jetzt über mancher Besprechung von Queensdale. Oder die Überschrift lautet SPOILERFREI! Da klingt der Stolz durch, dass das Brettspielgenre etwas erschaffen kann, das eine spannende Geschichte erzählt, dessen Ende man noch nicht verraten soll.

Wobei mancher Rezensent die Gefahr, als Spielverderber angesehen zu werden, zu ernst nimmt. Denn wenn man nur noch von der Startaufstellung erzählen dürfte, müsste sich ein Filmkritiker auf die ersten fünf Minuten beschränken. Aber das tun noch nicht einmal die Trailer. Deswegen zeige ich auch Fotos von fortgeschrittenen Spielsituationen. Und wer sich durch die völlig unsortierten Aufkleberbögen durchkämpft, kann sowieso sehen, dass da noch Statuen, Wildschweine und alles Mögliche kommen könnte. Denn jede Regelergänzung wird in die Spielanleitung hineingeklebt, und gelegentlich kommt auch ein Sticker auf eines der drei Spielbretter. Gestört hat mich dabei manchmal der Aufwand, denn richtigen Aufkleber zu finden – gespoilert fühlte ich mich nie, wenn ich etwas zu früh gesehen hatte. Das mögen andere Spieler aber unterschiedlich sehen. mehr »

Ein Erlebnis: The Rise of Queensdale (1)

Queensdale

Legacy-Spiele liegen im Trend. Sie „vererben“ Veränderungen auf dem Spielplan, neue Elemente und Regelergänzungen von Partie zu Partie. Das 2011 erschienene Risk Legacy – deutscher Name: Risiko Evolution – war das erste derartige Spiel. Das herausragende Pandamic Legacy, hier gibt es bereits zwei Spielzeiten, baut ebenfalls auf einen bewährten Titel auf und richtet sich an die Fans von kooperativen Spielen. Mit The Rise of Queensdale ist jetzt ein weiteres Legacy-Spiel eines großen Verlages erschienen. Ravensburger hat den Riesenaufwand für ein solches Projekt gewagt, das 3,5 Kilo auf die Waage bringt. Das Duo Inka und Markus Brand hat mit Queensdale ein Epos geschaffen, das auf einem vergleichsweise konventionellen Workerplacement-Konzept aufbaut. mehr »

Arbeiter-Einsetz-Spiele im Trend

Ganges

Worker Placement: Das der Lieblingsmechanismus von Autoren komplexerer Spiele. Auch in diesem Jahrgang gab es wieder einige Arbeiter-Einsetz-Spiele, die ambitioniert gestartet sind. Rajas of the Ganges und Lorenzo der Prächtige sind dabei die Interessantesten. Beide Titel integrieren Würfel ins Spielgeschehen. Während das bei Ganges tatsächlich ein gewisses Zufallsfallmoment bedeutet, umgeht Lorenzo den Glücksfaktor, indem die geworfenen Würfel jeweils für alle Spielerinnen und Spieler gleichermaßen gelten. mehr »