Bei Brettspielen sind digitale Elemente weiterhin eine rare Ausnahme, habe ich im Interview mit dem schweizerischen Portal nahaufnahmen.ch gesagt. Zwar glaube ich, dass es bei der Verschränkung von analogen und digitalen Spielen noch viele Möglichkeiten gibt. Aber ob daraus wirklich überzeugende Spiele werden, kann ich immer erst dann erkennen, wenn sie bei mir auf dem Tisch liegen. „Rezepte“ für die Entwicklung eines guten Brettspiels gibt es eh nicht. » nahaufnahmen
Autor: Harald Schrapers
Hunter-Interview: Spiel des Jahres 2024
Johannes Jäger hatte auch in diesem Jahr ein paar Fragen zum Spiel des Jahres. Ich habe gesagt, dass sich die Spiel-des-Jahres-Auszeichnung von einem Buchpreis unterscheidet, der alleine darauf beruht, dass das Buch dem Kritiker gefällt. Ein Spiel – und das gilt auch für die Kennerspiele – kann mich hingegen nur dann begeistern, wenn es auch meinen Mitspielenden gefällt.
Spiel des Jahres 2024: Empfehlungen und Nominierungen
475 deutschsprachige Neuheiten sind im abgelaufenen Jahrgang in den Handel gekommen und wurden von den Jurymitgliedern gespielt, habe ich bei der Bekanntgabe der Longlist und der Shortlist gesagt. Hinzu kommen zirka 80 Varianten und Neuauflagen bereits bekannter Spiele.
Die rot-anthrazite Jury hat 351 Neuheiten gespielt (plus 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), darunter 2,6 Prozent Autorinnenspiele und 95 Prozent Autorenspiele. Die blaue Jury, die von Christoph Schlewinski koordiniert wird, zählte 83 Kinderspiele (plus sechs Prozent). 41 Spiele wurden von beiden Jurys gespielt. mehr »
Comet · E-Mission · Ritual · Harmonies
Demokratie und Brettspielregeln: gegen schlechte Gewinner
Die Verfassung einer liberalen Demokratie könne man sich wie die Regeln eines Brettspiels vorstellen, meint der Rechtspopulismus-Forscher Marcel Lewandowsky. „Weil die Regeln für alle Mitspieler dieselben sind“, sagt er im Interview mit dem Spiegel. „Jeder kann gewinnen, aber selbst der Gewinner kann die Regeln nicht einfach ändern.“ mehr
Uno-Mau-Mau-Derivate: FTW?! vs. Passt nicht!
Zwei herausragende Kartenspiele, zeitgleich erschienen, möchten die Uno-Mau-Mau-Mechanik neu interpretieren: der bekannte Spieleautor Friedemann Friese mit FTW und der noch recht unbekannte Thomas Weber mit Passt nicht. Ziel ist es, Karten passend auf den Stapel in der Tischmitte abzulegen und möglichst als erster eine leere Hand zu haben – bei FTW allerding nur fast leer. Alle Karten, die man am Ende überflüssigerweise noch auf der Hand hat, zählen als Minuspunkte. mehr
Bei Brettspielen ist Deutschland der globale Leitmarkt
„Die Spielebranche hat den Ruf, gleich nach der Mode das am schnellsten drehende Konsumsegment zu sein“, hat die Frankfurter Rundschau in Erfahrung gebracht und mich gefragt, ob ich das bestätigen könne. Meine Antwort lautete, dass ein Großteil der Brettspiele keine zweite Auflage erhält und oft schon nach drei Jahren aus den Katalogen der Verlage verschwindet.
» Frankfurter Rundschau: Mit Catan auf Siegeszug
„Der Handel ist grausam ungeduldig“, sagte Hermann Hutter, Chef des Spieleverlage e.V. Das sorge für eine Flut von Neuheiten, heißt es in der FR, der ich verraten habe, dass die Spiel-des-Jahres-Jury, Kinderspiel mitgezählt, im letzten Jahrgang etwa 450 Neuheiten auf den Tisch bekommen hat. Wenn man alles berücksichtigt, was auf den Messen in Nürnberg und insbesondere in Essen erscheint – inklusive englischsprachiger Ausgaben, Varianten, Erweiterungen, Neuauflagen und Titel, die es nicht in den Einzelhandel schaffen – kommt man sogar auf mehr als 1500 Neuerscheinungen. mehr

