Im Spiel-des-Jahres-Podcast „Das spielerische Quartett“ habe ich Comet von Peter Prinz, erschienen bei Funtails und Huch, vorgestellt. Außerdem ging es in der Diskussion mit Karsten Grosser, Nico Wagner und Alexandra Kemmerer um die Titel E-Mission, Ritual und Harmonies.
Autor: Harald Schrapers
Demokratie und Brettspielregeln: gegen schlechte Gewinner
Die Verfassung einer liberalen Demokratie könne man sich wie die Regeln eines Brettspiels vorstellen, meint der Rechtspopulismus-Forscher Marcel Lewandowsky. „Weil die Regeln für alle Mitspieler dieselben sind“, sagt er im Interview mit dem Spiegel. „Jeder kann gewinnen, aber selbst der Gewinner kann die Regeln nicht einfach ändern.“ mehr
Uno-Mau-Mau-Derivate: FTW?! vs. Passt nicht!
Zwei herausragende Kartenspiele, zeitgleich erschienen, möchten die Uno-Mau-Mau-Mechanik neu interpretieren: der bekannte Spieleautor Friedemann Friese mit FTW und der noch recht unbekannte Thomas Weber mit Passt nicht. Ziel ist es, Karten passend auf den Stapel in der Tischmitte abzulegen und möglichst als erster eine leere Hand zu haben – bei FTW allerding nur fast leer. Alle Karten, die man am Ende überflüssigerweise noch auf der Hand hat, zählen als Minuspunkte. mehr
Bei Brettspielen ist Deutschland der globale Leitmarkt
„Die Spielebranche hat den Ruf, gleich nach der Mode das am schnellsten drehende Konsumsegment zu sein“, hat die Frankfurter Rundschau in Erfahrung gebracht und mich gefragt, ob ich das bestätigen könne. Meine Antwort lautete, dass ein Großteil der Brettspiele keine zweite Auflage erhält und oft schon nach drei Jahren aus den Katalogen der Verlage verschwindet.
» Frankfurter Rundschau: Mit Catan auf Siegeszug
„Der Handel ist grausam ungeduldig“, sagte Hermann Hutter, Chef des Spieleverlage e.V. Das sorge für eine Flut von Neuheiten, heißt es in der FR, der ich verraten habe, dass die Spiel-des-Jahres-Jury, Kinderspiel mitgezählt, im letzten Jahrgang etwa 450 Neuheiten auf den Tisch bekommen hat. Wenn man alles berücksichtigt, was auf den Messen in Nürnberg und insbesondere in Essen erscheint – inklusive englischsprachiger Ausgaben, Varianten, Erweiterungen, Neuauflagen und Titel, die es nicht in den Einzelhandel schaffen – kommt man sogar auf mehr als 1500 Neuerscheinungen. mehr
Dokumentarfilm: Spielerepublik Deutschland
Mehrere Tage lang hatte der Filmemacher Hendrik Schmitt den Verein Spiel des Jahres beobachtet. Das erste Mal kam er 2020 und nahm an einem internen Jury-Spieletreff in Frankfurt teil. Er war bei der Wahl zum Spiel des Jahres 2021 dabei. 2022 begleitete er die Jury-Klausurtagung, den Dreh der Verkündung der Longlist und der Shortlist und die Preisverleihung in Berlin.
Im Mittelpunkt seines Dokumentarfilms stehen die Autorinnen und Autoren Inka und Markus Brand, Jürgen und Michael Loth, Rita Modl, Uwe Rosenberg sowie der in diesem Jahr verstorbene Klaus Teuber. Insbesondere dessen Siedler von Catan machte das „German Game“ zu einem weltweit beachteten Kulturgut, erfährt Hendrik Schmitt in Kalifornien. Entstanden ist ein in jeder Hinsicht beeindruckender Dokumentarfilm, der noch bis November 2025 in der ARD Mediathek zu sehen ist. » ARD Mediathek: SPIELEREPUBLIK DEUTSCHLAND
Die Geschichte des modernen Brettspiels
Im westfälischen Landesmuseum für Archäologie und Kultur habe ich über die Geschichte des Brettspiels, so wie wir es heute kennen, gesprochen. Sie umfasst gerade mal einen Zeitraum von fünfzig Jahren – auch wenn es Wurzeln gibt, die bis in die sechziger Jahre ragen. Dazu gehören der Spielekritiker Eugen Oker und eine vom Technologiekonzern 3M verlegte Brettspielreihe, zu der auch das brillante Acquire gehört.
Brettspiele stärken das Gemeinschaftsgefühl
Gemeinsames Spielen macht uns sozialer. Das Gemeinschaftsgefühl wird gestärkt. In einem fast siebenminütigem Radiointerview wurde ich nach Spieletipps für Weihnachten und für Silvester gefragt. » SWR1: Spiele unter dem Weihnachtsbaum

