Autor: Harald Schrapers

Geo: Warum spielen so wichtig ist für uns

Geo: Spielt mehr!„Einige Menschen verbringen mit einem Brettspiel namens Eclipse einen halben Tag und bilden sich ein, sie eroberten den Weltraum“, wundert sich das Magazin Geo. „Da drängt sich der Gedanke auf, sie vergeudeten beim Spiel ihre Zeit, Tat- und Geisteskraft. Aber wenn Spielen wirklich so überflüssig wäre, hätte die Evolution den Spieltrieb längst ausgemerzt.“

In seiner 16-seitigen Titelgeschichte „Das spielerische Leben“ schreibt die Zeitschrift über „die neue Lust am Brettspiel“ und versucht, das auch wissenschaftlich zu ergründen. Sie bedient sich dabei bei Neurowissenschaftlern, Psychologen, Soziologen und sogar Veterinärmedizinern, die Ratten beim Spielen beobachten. Wirklich erkenntnisreich ist das nicht. Und so muss Geo-Reporterin Diana Laarz zugeben: „Am Ende ist die Antwort auf die Frage, warum Menschen spielen, gar nicht mehr so wichtig. Wir spielen allein um des Spielens willen“, lautet die Schlussfolgerung eines Artikels, der mit aufwändigen Montagen von Spielern und deren Spielen illustriert ist. Egizia, Die Villen des Wahnsinns, Krosmaster, Scythe, Agra und Dominion stehen dabei für typische Spielelemente wie Ressourcenverwaltung und Arbeiter-Einsetzen. mehr »

Gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

Spielend für Toleranz – gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

Spielen bedeutet Miteinander, Gleichheit und Fairness. Deswegen haben sich eine Reihe von Spiele-Blogs sowie Spielejournalistinnen und -journalisten zusammengetan, um ein gemeinsames Zeichen gegen rechte Hetze, gegen Ausgrenzung, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Wir müssen unsere offene Gesellschaft und die europäischen Werte gegen diejenigen verteidigen, die in den sozialen Medien Hassbotschaften verbreiten, Desinformation mit Fake News betreiben und die Meinungs- und Pressefreiheit beschneiden wollen. Dem stellen wir uns entgegen. Denn die Spiele-Szene steht für Toleranz und Respekt gegenüber jedermann, ganz egal welcher Herkunft, welchen Geschlechts, welcher sexuellen Identität oder religiösen Überzeugung er oder sie ist.

» rezensionen-fuer-millionen.de: Spielend für Toleranz

Spielend für Toleranz: vor Ort im ganzen Land »

Ist das Spiel des Jahres der Oscar für Brettspiele?

Warsch und KieslingIst das vom Spiel des Jahres e.V. ausgezeichnete Spiel das beste Spiel eines Jahrgangs? Oder ist das beste Brettspiel das Spiel, das am meisten Kilogramm auf den Tisch bringt, die längste Spieldauer, das wertigste Material und das dickste Regelheft? Wenn man Quantität nicht mit Qualität verwechselt, ist die Antwort klar. Sie ist allerdings subjektiv. Dann Spielekritikerinnen und -kritiker fällen kein objektiv unfehlbares Urteil. » Spiel des Jahres

25 Jahre · Rheingold

Rheingold

Über kaum ein Spiel habe ich mich mehr geärgert als über Rheingold. Wobei das Spiel eher unschuldig ist. Es waren die Mitspieler, genau genommen ein Mitspieler. Stefan hieß er. Er machte mir die Rheingold-Partien regelmäßig kaputt. Statt gewinnen zu wollen, ist er einfach nur brandschatzend durch die Gegend gelaufen. Er hat jeden Ritter platt gemacht, der irgendwie erreichbar war. Das Ziel, selbst möglich viele wertvolle Burgen zu kontrollieren, war ihm egal. Er hat sich auch so köstlich amüsiert. mehr »

Keine Flucht nach Sagaland: der Tagesspiegel spielt nicht mit

Tagesspiegel-Redakteurin Katja Demirci möchte nichts spielen. 56 Prozent der jungen Erwachsenen in Deutschland spielen Gesellschafts- und Kartenspiele und sechs bis zehn Spiele gebe es in jedem Haushalt, wundert sie sich. „Leute, was ist los mit euch?“, ruft sie. Was ist los mit dem Tagesspiegel?, frage ich mich an der Stelle. Dass Dermirci nicht mitspielen möchte, sei dahingestellt. An meinem Tisch darf eh nur mitmachen, wer Spaß daran hat. Wenn jemand mitspielen würde, weil er oder sie anderen einen Gefallen tun möchte, ist das Murks. Aber was sagt uns es, dass es dieses Thema in die Samstagsausgabe dieser renommierten Berliner Tageszeitung schafft? mehr »

Krasse Kacke: Sommerhit oder ästhetische Zumutung?

Krasse Kacke ist der erste wirkliche Sommerhit in der Geschichte des modernen Gesellschaftsspiels. Während man die diesjährigen Hitzewochen gemeinhin mit dem Hugel-Remix des Partisanenlieds Bella Ciao in Verbindung bringt, werden Spiele-Liebhaber sich beim Sommer 2018 an Krasse Kacke erinnern. Dieses soeben erschienene Kartenspiel kommt überall auf den Tisch, es ist schnell, lustig und windbeständig. Denn die Spielkarten sind aus dicker Pappe, denen macht eine der wenigen erfrischenden Böen selten etwas aus. mehr »

25 Jahre · Acquire

Acquire

25 Jahre? Nein, 50 Jahre! Denn eigentlich feiert Acquire in diesem Jahr ein mehr als beeindruckendes Jubiläum: 1968 ist es erstmals auf Deutsch erschienen. Ich hatte das Spiel hingegen erst 1993 kennengelernt – und wir waren begeistert. Die bei Schmidt erschienene Acquire-Neuauflage wurde mit einem verdienten 5. Platz beim Deutschen Spiele Preis 1993 ausgezeichnet. mehr »