Autor: Harald Schrapers

Ein Erlebnis: The Rise of Queensdale (1)

Queensdale

Legacy-Spiele liegen im Trend. Sie „vererben“ Veränderungen auf dem Spielplan, neue Elemente und Regelergänzungen von Partie zu Partie. Das 2011 erschienene Risk Legacy – deutscher Name: Risiko Evolution – war das erste derartige Spiel. Das herausragende Pandamic Legacy, hier gibt es bereits zwei Spielzeiten, baut ebenfalls auf einen bewährten Titel auf und richtet sich an die Fans von kooperativen Spielen. Mit The Rise of Queensdale ist jetzt ein weiteres Legacy-Spiel eines großen Verlages erschienen. Ravensburger hat den Riesenaufwand für ein solches Projekt gewagt, das 3,5 Kilo auf die Waage bringt. Das Duo Inka und Markus Brand hat mit Queensdale ein Epos geschaffen, das auf einem vergleichsweise konventionellen Workerplacement-Konzept aufbaut. mehr »

Funkelschatz ist das Kinderspiel des Jahres 2018

Burkhardt und Burkhardt

Die 21-jährige Mathematikstudentin Lena Burkhardt hat gemeinsam mit ihrem Vater, dem etablierten Spieleautor Günter Burkhardt (57), die Kinderspiel des Jahres-Auszeichnung gewonnen. Die Funkelschatz-Spielidee habe sie mit gestapelten Vorhangringen entwickelt, erzählte Lena Burkhardt bei der Preisverleihung auf der Bühne im Hamburger Atlantic-Hotel. Daraus sind in dem fertigen Spiel, das bei Haba erschienen ist, „Eisringe“ aus Kunststoff geworden, in denen sich die „Funkelsteine“ befinden. Je nachdem wie ein Ring runtergenommen werde, fallen mal mehr und mal weniger Steine heraus, so Burkhardt. Diese farbigen Steine sammeln die Spielerinnen und Spieler. mehr »

25 Jahre · Bluff

Bluff

Bluff war war 1993 das Spiel des Jahres. „Jede Menge Dynamik“ entwickle dieses Spiel, hat games we play damals gelobt. Wirkliche Kritik ist in meiner Rezension nicht zu finden, obwohl man sie aufgrund der Ähnlichkeiten zu Kneipenwürfeleien wie Mäxchen durchaus hätte aufschreiben können. Oder ist in dem Satz „Bluff eignet sich auch gut für Spielerunden zu vorgerückten Tageszeiten“ ein versteckter Tadel enthalten? mehr »

The Mind – Spiel oder Taschenspielertrick?

The Mind

The Mind ist das vielleicht verblüffendste Spiel überhaupt. Wenn es denn überhaupt ein Spiel ist. Die Regeln sind extrem reduziert, man kann sich zuerst gar nicht vorstellen, dass so etwas funktioniert. Jeder bekommt eine der von 1 bis 100 durchnummerierten Spielkarten. Zufällig gezogen und verdeckt. Jeder sieht sich seine Karte an. Dann legen alle Spielerinnen und Spieler ihre rechte Hand auf den Tisch, konzentrieren und synchronisieren sich. Denn sie müssen, ohne miteinander zu sprechen, die Karten in der korrekten, aufsteigenden Reihenfolge auf den Tisch legen. mehr »

Eine Bodenseeselektion: 2018 ist ein guter Jahrgang

Nominierungen und Empfehlungen.

Weißer Rauch ist aufgestiegen. Azul, das meistgehypte Spiel in der Szene, das raffinierte Rennspiel Luxor und das verblüffende The Mind werden mit einer Nominierung für das Spiel des Jahres 2018 ausgezeichnet (alle ab 8 Jahre). Beim Kennerspiel haben Ganz schön Clever (ab 10), das den Widerspruch zwischen Taktik und Würfelglück auflöst, das anspruchsvoll strategische Heaven & Ale (ab 12) sowie das eingängige Quacksalber von Quedlinburg (ab 10), das einen von der ersten Minute an in seinen Bann zieht, die Nase vorn. mehr »

Dice Forge und Decrypto: Verkomplizierende Anleitungen

Spielanleitung und Spielregel – ist das nicht das gleiche? Nein. Den Beweis tritt Dice Forge an.

Dieses Spiel gehört zu den Highlights des Jahrgangs 2018. Wenn man es schafft, das Spiel zu beginnen. Denn in der ersten Auflage türmt sich die Spielanleitung als Hürde vor einem auf. Erst wenn man diese überwunden hat, kann man den Reiz des „Würfelschmiedens“ erleben, das hier zelebriert wird. Meine beiden Würfel sind am Anfang noch ziemlich mau ausgestattet, ich kann nur selten mehr als eine Ressource gewinnen. Deswegen kaufe ich mir kleine Plättchen, die mehr bedeuten: beispielsweise vier Gold oder zwei blaue Mond- oder gelbe Sonnensplitter. Ich hebele dann eine Würfelseite ab und drücke das neu erworbene Plättchen an den Würfel. Damit kann ich mein Glück positiv beeinflussen. mehr »

Spiel doch! in Duisburg: Trends bei Brettspielen

„Wie spielt man heute und morgen? Trends und Entwicklungen bei Brettspielen“ lautet das Thema einer von mir moderierten Diskussion, die am Freitag, 23. März, um 11 Uhr im Landschaftspark Duisburg-Nord stattfindet. Die Fragestellung ist spannend, denn nicht-elektronische Spiele kennen keine Entwicklungssprünge, sie entwickeln sich weitestgehend unabhängig von technischen Innovationen. Kann die Kreativität derer, die neue Spiele erfinden, und die weltweit zunehmende Nachfrage nach dem Gemeinschaftserlebnis, das ein analoges Spiel bietet, für einen stabilen Trend sorgen? mehr »